Versehentlich E10 getankt – was tun?
E10 in ein nicht freigegebenes Auto oder Motorrad getankt? Was passiert, ob Abpumpen nötig ist und warum das nicht mit Benzin im Diesel vergleichbar ist.
Aktualisiert am 25. Oktober 2026
Keine Panik
Eine einzelne Tankfüllung E10 in einem nicht freigegebenen Benziner ist kein Notfall. Die britische Regierung rät, den Tank nicht abzupumpen und beim nächsten Mal Super (E5) zu tanken; der ADAC empfiehlt, den Tank zeitnah mit ethanolarmem Kraftstoff (Super E5) zu verdünnen und die Hinweise des Herstellers zu beachten.
Was tun?
- Möglichst bald mit Super (E5) nachtanken, um das E10 zu verdünnen.
- Danach dauerhaft Super (E5) tanken.
- Soll das Fahrzeug lange stehen (z. B. Winterpause), vorher mit Super (E5) auffüllen.
- Bei Oldtimern auf Kraftstoffgeruch, Undichtigkeiten oder unrunden Lauf achten und ggf. Leitungen prüfen lassen.
Warum Dauergebrauch das Risiko ist
Ethanol wirkt als Lösungsmittel und bindet Wasser. Über Monate kann es ältere Gummischläuche, Dichtungen, Vergaserteile und manche Metalle angreifen. Deshalb sollen ausgenommene Modelle dauerhaft Super (E5) tanken.
Fahrzeug in 10 Sekunden prüfen
Marke und Baujahr wählen – mit der E10-Freigabe des Herstellers.
Häufige Fragen
Muss ich nach einmal E10 den Tank abpumpen lassen?
Nein, in der Regel nicht. Möglichst bald mit Super (E5) nachtanken und die Hinweise des Herstellers beachten.
Ist der Motor jetzt beschädigt?
Eine einzelne Tankfüllung führt normalerweise nicht zu Schäden. Problematisch ist der dauerhafte Gebrauch in nicht freigegebenen Fahrzeugen.
Quellen
- ADAC – Super E10 tanken (abgerufen am 25. Oktober 2026)
- GOV.UK – E10 petrol explained (Englisch) (abgerufen am 25. Oktober 2026)
Weitere Ratgeber
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Allgemeine Information, keine Beratung. Maßgeblich sind Betriebsanleitung und Herstellerangaben.